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Evermore - Die Unsterblichen von Alyson Noel

Reihe: Evermore Bd. 1

Rezension von Zeenat Rauf

 

Rezension:

Ever ist sechzehn Jahre alt, als sie bei einem tragischen Autounfall ihre Eltern und ihre jüngere Schwester Riley verliert. Wie durch ein Wunder überlebt Ever als Einzige und ist danach nicht mehr dieselbe. Da sie sich die Schuld wegen des Unfalls gibt, isoliert sie sich immer mehr von ihrer Umwelt. Die Kombination von Sonnenbrille und iPod hilft ihr dabei, denn ihr Leben ist danach in vielerlei Hinsicht nicht mehr dasselbe. Sie wohnt jetzt zwar bei der Schwester ihres Vaters und genießt den Luxus eines großen Hauses, Riesenfernseher und Pools, doch das ist etwas, was Ever in ihrem früheren Leben mehr gekümmert hätte. In einem Leben, wo sie beliebt und noch Cheerleaderin war. Nun kümmert Ever sich nicht mehr um so etwas, denn eine Sache macht ihr ganz besonders zu schaffen: Ever kann die Gedanken ihrer Mitmenschen lesen und farbige Auren um diese herum erkennen, die ihr verraten, wie sich diese Menschen fühlen. Doch das ist nicht alles. Ever sieht auch tote Menschen und hat eine regelmäßige Besucherin: ihre kleine Schwester.

Ever weiß nicht, wie es dazu gekommen ist und wo ihre Eltern sind, will ihr ihre kleine Schwester nicht verraten. Dennoch ist eines klar: Riley bewahrt Ever vor dem Zusammenbruch.

Als schließlich Damen an Evers Schule kommt, soll sich Evers Leben ändern. Denn seine Gedanken kann Ever nicht lesen, während seine Gegenwart die Gedanken der anderen um sie herum verstummen lässt. Und ganz absehen davon sieht Damen auch noch gut aus. Doch Ever weiß nicht was sie tun soll, denn ganz offensichtlich umgibt Damen ein Geheimnis. Immer wieder verschwindet er plötzlich und scheint eine gute Erklärung parat zu haben, doch Ever wird misstrauisch. Zu allem Übel hat sich Evers beste Freundin Haven ausgerechnet Drina, eine Frau, deren Gedanken Ever genauso wenig lesen kann wie die Damen’s, einen schlechten Einfluss auf sie ausübt und die sich immer in Nähe von Damen aufzuhalten scheint, als Idol ausgesucht. Als wäre das nicht genug, taucht eine Hellseherin auf, die erstaunlicherweise in der Lage ist Riley zu sehen und Ever anbietet ihr beizubringen ihre Kräfte zu kontrollieren. Die Ereignisse überstürzen sich und Ever schwebt bald in großer Gefahr …

 

Von „Evermore“ gewinnt man schnell den Eindruck es sei so ähnlich wie die Biss-Romane von Stephenie Meyer. Dies bewahrheitet sich schnell, denn es sind einige Parallelen zwischen den Büchern zu erkennen, auch wenn es teilweise bloß Kleinigkeiten sind. Über diese kann man noch hinwegsehen, denn die Idee der Autorin ist super. Ever mit ihrer besonderen Gabe, ihrer Abkapselung und Vergangenheit stellt einen interessanten Charakter dar und auch der Rest des Konzepts klingt vielversprechend. Schade nur, dass es an der Umsetzung doch stellenweise haperte.

Ever ist die "dreidimensionalste" Figur in dem Buch, nicht zuletzt weil die Geschichte ungewöhnlicherweise in der ersten Person und im Präsens geschrieben ist.

Leider ist diese Tiefgründigkeit bei Damens Charakter nur im begrenzten Maße erkennbar. Er scheint nur gewisse Verhaltensmuster zu verfolgen und die Beziehung zwischen den beiden wird leider auch nicht sehr überzeugend dargestellt. Die „große Liebe“ scheint es nicht zu sein, obwohl es die Autorin so beschreibt und man kann Evers Verliebtheit nicht nachvollziehen. Sie scheint sich eher in Damens Aussehen verliebt zu haben.

Die Handlungen der Figuren im Allgemeinen sind oft nicht nachvollziehbar und die Autorin baut unwichtige Highschool Rangeleien in die Geschichte ein, die nur von der eigentlichen Handlung ablenken. Zusätzlich war Drinas Charakter eher enttäuschend dargestellt, da sie schlicht und einfach die „Böse“ im Roman ist, dafür aber zu selten in der Geschichte auftaucht.

Trotz diese Punkte lässt sich das Buch ungemein gut und flüssig lesen, da die Autorin es versteht, sehr gut Spannung aufzubauen.

Das Ende hätte schlussendlich etwas logischer und weniger einfach sein können- alles in allem ist „Evermore“ ein Roman, der einigen gut und anderen wiederum weniger gut gefallen wird. Da ich neugierig bin, werde ich den nächsten Band wahrscheinlich lesen und bin der Meinung, dass jeder für sich entscheiden sollte, wie ihm die Geschichte gefällt.

 

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Eure Meinung:

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Anzeige: 1 - 2 von 2.

Maria
Dienstag, 16. März 2010 13:12 Uhr
Page & Turner hat zum Erscheinen von Band 2 eine Evermore-Webseite mit Fan-Forum online gestellt: http://www.evermore-unsterblic[..] anderem gibt es dort exklusive Interviews mit Ever und Damen zu lesen.
Viele Grüße, Maria (von der Online-Redaktion des Verlages)

nadi
Montag, 28. Dezember 2009 18:31 Uhr
hey ihr,
ich hab das buch vor kurzem auch gelesen und war begeistert.
das buch hat wirklich eine gewisse ähnlichkeit mit den bis(s)-büchern, doch dennoch lohnt es sich das buch zu lesen.
man kann sich gut in die hauptperson, Ever, hineinversetzen, denn durch die zeitsprünge in ihr "früheres leben" (ihr leben vor dem autounfall) versteht man sie und ihre beweggründe besser.

also für alle, die auf fantasy-lovestorys stehen, kann ich das buch nur weiterempfehlen.
aber im entefekt sind geschmäcker ja bekanntlich verschieden und jeder muss für sich selbt entscheiden, ob ihm das buch gefällt oder nicht.

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Roman:

Evermore - Die Unsterblichen

Reihe: Evermore Bd. 1

Autorin: Alyson Noel

Originaltitel: Evermore

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten

Verlag: Page & Turner (November 2009)

ISBN-13: 978-3442203604

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 18.12.2009, zuletzt aktualisiert: 27.06.2017 10:13