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Unterm Doppelmond von Peter Lancester

Reihe: Die Chroniken der Anderwelten Bd.2

Rezension von Heike Rau

 

Nach Band 1 der "Chroniken der Anderwelten" ist nun Band 2 "Unterm Doppelmond" zu haben. Eva, ihr Vater Otto, dessen Bruder Friedrich sind mit Ander, der aus Unterhessen stammt, auf dem Weg dorthin, um sich die Stadt einmal näher anzusehen. Die menschenähnlichen kleinen Pferdegestalten, die einst aus Unterhessen kamen, um auf der Erde ein besseres Leben finden, bleiben zurück.

Der Weg nach Unterhessen ist beschwerlich und unvorhersehbare Ereignisse setzten den Reisenden zu. Kaum angekommen wachsen die Schwierigkeiten ins Unermessliche. Ander wird ewig verhört. Eva redet sich um Haaresbreite um Kopf und Kragen und Friedrich wird wegen seiner angeblich feindlichen Gesinnung sofort festgesetzt. Die Gepflogenheiten in Unterhessen sind gewöhnungsbedürftig und eine nervenaufreibende Überraschung jagt die nächste.

Eva und Otto müssen sich sogar auf Arbeitssuche begeben, um überleben zu können. Doch dann werden sie irrtümlich für Diebe gehalten. Die beiden haben keine Wahl, sie müssen sich trennen. Sie werden dennoch erwischt und sofort eingesperrt. Erst vor Gericht sehen sie sich wieder. Zu ihrem Entsetzen werden sie zu Zwangsarbeit verurteilt. Hier kommt es zu einem tragischen Zwischenfall. Da Eva keiner Glauben schenkt, kommt sie wieder in Haft. Und auch Friedrich, der sich von seinen Verletzungen, die er auf der Reise erlitten hat, erholt, ergeht es schlecht. Er wird des Mordes angeklagt. Und Ander, wieder

Hauptmann in Unterhessen, verschafft Eva zwar einen Ausbildungsplatz in der Garde, vermag die prekäre Situation letztendlich aber nicht zu retten. Fast scheint es sogar, dass auf ihn gar kein Verlass ist. So wird Hals über Kopf die Flucht geplant. Der einzig offene Weg führt jedoch in eine Welt, in der gefährliche Flugteufel bei Nacht auf die Jagd gehen.

 

Teil 1 "Das blaue Portal" ist witzig, abgedreht und abenteuerlich. Beim vorliegenden Band 2 "Unterm Doppelmond" zieht der Autor die Zügel ordentlich straff. Die Komödie wird zur Tragödie. Die Situation in Unterhessen gerät komplett zur Katastrophe. Mit allen Mitteln kämpfen Eva, Otto und Friedrich ums Überleben und scheinen doch keine Chance zu haben. Überaus spannend, rasant und fesseln geht die Geschichte also weiter. Der Horror kennt keine Grenzen und verursacht zeitweise Gänsehaut. Dennoch fehlt es auch diesem Buch nicht an Witz. Doch geht der Autor damit sehr sparsam um. Angesichts der brenzligen Situationen würde einem das Lachen ohnehin im Halse stecken bleiben. Die Charaktere sind sehr lebendig und glaubwürdig beschrieben. Sie sind keine Helden ohne Fehl und Tadel, sondern Menschen mit Gefühlen, denen es nicht leicht fällt, mit ihrer Angst umzugehen. Der Autor sorgt mit seinem flüssigen Schreibstil dafür, dass keine Sekunde Langeweile aufkommt. Einzigartig sind die Beschreibungen Unterhessens und auch der Welt vor den Toren der Stadt mit ihren bizarren Lebewesen. Besonders hier erlebt der Leser viel Neues und Merkwürdiges und kommt aus dem Staunen gar nicht heraus. Das Ende ist eine Überraschung und macht Lust auf den nächsten Band "Dämonentränen".

 

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Titel: Unterm Doppelmond

Autor: Peter Lancester

Reihe: Die Chroniken der Anderwelten Bd.2

372 Seiten, broschiert

Erschienen 19. Mai 2005

Eldur Verlag, Aachen

ISBN: 3-937419-04-7

Erhältlich bei: Amazon

 

weitere Infos:


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Erstellt: 09.09.2005, zuletzt aktualisiert: 05.01.2018 10:08