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Shaans Bürde von Susanne Gavénis

Rezension von Zeenat Rauf

 

Schon seit Anbeginn der Zeit tobt ein Kampf zwischen Gut und Böse.

Die Inkarnation des Guten, die Linhal, muss gegen die Inkarnation des Bösen, dem Yinyal, kämpfen. Sollte die Linhal verlieren, würde die Welt für hundert Generationen in Dunkelheit versinken.

Shaan, dessen Mutter bei seiner Geburt starb und dessen Vater dies nie ganz verkraften konnte, wächst nun in völliger Abgeschiedenheit auf und wird von seinem Vater in aller Härte ausgebildet. Denn er ist der Shai´Lanhal, der Beschützer der Lanhal, der sie vor der Shai’Yinyal verteidigen muss. Daher stehen ihm auch besondere Gaben zur Verfügung, denn Shaan kann Wind und Wasser beherrschen.

Seine Gegnerin wiederum hat ähnliche Gaben, denn sie verfügt über Feuer und Erde.

Die Beschützer der Inkarnationen haben wichtige Aufgaben:

Sie müssen die Inkarnationen an ihre Bestimmungen heranführen und dürfen dabei einige wichtige Regelungen nicht außer Acht lassen.

Seit sechzehn Jahren wurde Shaan von seinem Vater auf den Tag vorbereitet, an dem ihn der Ruf der Lanhal erreichen und ihm so den Weg zu ihr leiten würde. Als es schließlich so weit ist, wird Shaan bewusst, dass das Schicksal der Welt auf seinen Schultern ruht, denn es hätte verheerende Folgen, sollte er versagen…

 

Fazit:

„Shaans Bürde“ ist ein Buch, an dem vermutlich viele Leute vorbeigehen würden, ohne es zu beachten- denn das Cover spricht den Leser nicht unbedingt an.

An dem Buch vorbeizugehen wäre allerdings ein großer Fehler, denn dieser Fantasyroman ist super spannend und tiefgründig. Shaan als Protagonist wurde von der Autorin genial umgesetzt. Er hat Persönlichkeit, der Leser kann sich super in ihn hineinversetzen und seine Gefühlswelt und seine Handlungen verstehen und mit ihm mitfühlen. Bei der Lanhal, deren Perspektive der Leser auch einnimmt, ist dies genauso. Auch sie ist keine flache Person, sondern ist vielschichtig.

Allerdings hat die Autorin es sich da ein wenig einfach gemacht, denn es hätte mich interessiert was die Antagonisten denn für Motive und Ziele haben. Schließlich kennt der Yinyal seine Bestimmung nicht, aber die Autorin stellt ihn von Anfang an als böse dar, genau wie die grausame und mordende Shai’yinyal. Hier hätte, um das ganze zu Vervollständigen, eine Schwenkung der Perspektive zu den Antagonisten gefehlt. Da es diese leider nicht gibt, verbleiben die Gegenspieler flach und nebulös. Die Welt, die Susanne Gavénis zum Leben erweckt, ist somit leider genau in Gut und Böse aufgeteilt.

Die Grundhandlung ist dennoch super, allein die Idee der Inkarnationen ist fantasievoll und neu. Die Autorin weiß, wie sie den Leser fesseln kann, denn das Buch hat keine Längen und war kein einziges Mal langweilig.

Auch wenn die Handlung und das Ende im Gesamten vorhersehbar scheinen, weist das Buch einige kleine Überraschungen und Wendungen auf.

Dieses superspannende und fesselnde Buch ist meiner Meinung nach also trotz kleiner Mankos absolut lesenswert.

 

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Buch:

Shaans Bürde

Autorin: Susanne Gavénis

Gebundene Ausgabe

Schweitzerhaus Verlag, 30. September 2008

 

ISBN-10: 3939475351

ISBN-13: 978-3939475354

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 29.05.2009, zuletzt aktualisiert: 13.11.2017 19:26