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Antelat

Beschreibung

Kleine Insel der Olenokken, einer Inselgruppe im Süden Okanos.

Antelat ist ein winzigen Eiland, das nur für seine Bewohner von Bedeutung ist. Obwohl die Insel relativ groß und fruchtbar ist, blieb sie bislang von jedem Überfall verschont.
Vom Ring eines gefährlichen Riffs umgeben, ist Antelat nur mit Booten oder einem Schiff wie der Terrenago zu erreichen. Gegen die Brandung anzukämpfen, stellt eine Mühsal dar, die keinen Handel oder Angriff lohnt.
Ein weißer Sandstrand, der zum Verweilen einlädt, umgibt die Insel. Selbst der dichte Waldsaum, der das Innere verbirgt, hat die Form eines Ringes. Nur an der Nordseite steigt der Wald an. Dort befindet sich ein Hügel, den die Okaner, welche Antelat bewohnten, mit einem gewissen Optimismus als Berg bezeichnen. Immerhin ist die Erhebung hoch genug, um Ausblick über das Meer zu gewähren, und man würde die Annäherung des kleinen Schiffes schon von Weitem entdecken.
Auch wenn sich die Bewohner durch das Riff vor Überfällen geschützt wähnen, halten sie Ausschau. Gefahr droht ihnen weniger von feindseligen Schiffen als vielmehr von den plötzlich hereinbrechenden Stürmen, die auf einer flachen Insel Verheerungen anrichten konnten.

Die Insel Antelat verfügt über keinen Steg, da hier sonst keine Schiffe anlegen. Aber die Inselbewohner wissen sich zu helfen, wenn die Terrenago einläuft. Eifrige Hände bringen dann einen hölzernen Stützbock ans Wasser und legen Planken darüber.

So klein Antelat auch ist, so bietet sie den drei Dutzend Bewohnern doch alles zum Leben, denn in dem dichten Ringwald wachsen auch Beeren und Früchte und die Gewässer sind reich an Fisch.

Einzige Ansiedlung ist ein kleines Dorf. Dessen Hütten sind in einem Geviert errichtet worden. Fünf kleine Gebäude für die Familien und ein größeres, welches ihren Versammlungen und als Lager diente. An allen Fensteröffnungen befinden sich Sturmläden, die man von außen verriegeln kann. Die sorgfältig gedeckten Dächer sind in mühevoller Arbeit mit Steinplatten beschwert, um schweren Stürmen zu trotzen.

Die Dorfgemeinschaft wird vom Ältesten Han angeführt.

Antelat weist eine einzigartige Besonderheit auf. Es sind ihre hoch aufragenden Bäume.
Aus der Ferne wirken sie wie gewöhnliche Bäume mit tief herabhängenden Wedeln. Doch aus der Nähe wird die ungewöhnliche Form des Stammes deutlich. Er hat die Form eines sehr schlanken Kegels, der mit dem schmalen Ende im Boden verwurzelt ist und von dessen breiter Krone die zahllosen Zweige herabhängen.
Der Stamm hat eine glatte Rinde. Die Fasern der Rinde sind ein überragendes und begehrtes Dichtmittel im Schiffsbau.
Die Fasern der Antelat-Bäume enthalten ein Harz, das Fasern und Planken miteinander verklebt.
Um diese Fasern zu erhalten, klettern die Inselbewohner in die Kronen der Bäume und ritzen dabei die Rinde ein. Dann halten sie sich an der oben gelösten Rinde fest und gleiten mit dem sich abschälenden Rindenstreifen langsam zu Boden.

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schauplätze/länder/orte/antelat.txt · Zuletzt geändert: 05.03.2016 21:17 (Externe Bearbeitung)