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fauna:baumaffe

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Baumaffe

Beschreibung

Einen Grund in Gestalt von Klauen, die die Rinde alter Bäume zerfetzen konnten, von Armen, die ihr mühelos den Kopf abreißen würden und weißgelben Zähnen, die ihre Knochen wie ein mürbes Blatt knackten. Der riesenhafte Baumaffe hatte kaum verborgen auf einem Ast gesessen, der den schmalen Wildpfad überspannte. Sicherlich machte sein dunkelgrünes Fell ihn in dem Dämmerlicht fast unsichtbar, aber Bahadreds Vater hätte ihn bemerkt – an seinem Geruch, an der Tatsache, dass es keine kleinen Tiere im Umkreis gab, an den Spänen, die er bei seinem Aufstieg aus dem Baum gehebelt hatte. Jetzt, so stellte sie bitter fest, sah sie all diese Zeichen auch. Aber nun nützten sie ihr nichts mehr. Wie ein junges Gallap war sie arglos den Pfad entlang gekommen und nur noch drei Schritte mehr und sie hätte unter dem Ast gestanden, in der Reichweite des Affen. Diese Baumbewohner waren furchtbar stark und aggressiv, aber nicht sonderlich klug – war es wirklich so, dass die Erschaffer der Welt jedem Wesen seine Stärken, aber auch eine Schwäche gaben, damit seine Beute ihm entkommen konnte? War deswegen das kleine Baumhorn nicht stark, aber gewitzt und flink? Und das graue Flusstier nicht schnell, aber zu groß, um viele Feinde fürchten zu müssen?

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fauna/baumaffe.1335423557.txt.gz · Zuletzt geändert: 05.03.2016 19:54 (Externe Bearbeitung)