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Passwort Henrietta von Ava McCarthy

Rezension von Heike Rau

 

Henrietta arbeitet für Lúbra Security. Ihre Aufgabe ist es, Sicherheitslücken in Unternehmen aufzudecken. Auf dreiste Weise verschafft sich Zugang zum Zentralrechner der Sheridan-Bank. Es ist äußerst knapp, aber sie kommt mit heiler Haut wieder aus der Bank heraus. Niemand hält sie auf. Sie hat einen guten Job gemacht. Schon steht der nächste Auftrag an: das Internal Financial Service Centre. Die Systeme sollen dicht sein. Das Vorgespräch geht daneben. Bei Henrietta werden Erinnerungen an ihren Vater wach, der in einen Finanzskandal verstrickt war und dafür im Gefängnis büßen muss.

Nachdem Harry, so nennt sich Henrietta, das Gelände verlassen hat, wird sie verfolgt. Sie merkt nichts davon. An der Pearse Station wird sie vom Bahnsteig gestoßen und kann sich gerade noch vor den herannahenden Zügen retten. Der Attentäter hatte ihr noch etwas zugeflüstert. Es ging um das Sorohan-Geld.

Harry wird von Dillon, für den sie arbeitet, abgeholt und nach Hause gebracht. Doch ihre Wohnung ist verwüstet. Und dann ruft Sandra Nagle von der Sheridan-Bank an. Aber nicht wegen Harrys Aktion, sondern wegen Auffälligkeiten auf ihrem Konto. Ein Geldeingang von 12 Millionen ist verzeichnet. Wieder muss Harry an ihren Vater denken. Irgendetwas läuft hier und es hat mit dem Sorohan-Deal zu tun, an dem noch andere außer ihrem Vater beteiligt waren. Harrys Leben ist in Gefahr, das bekommt sie bald wieder zu spüren. Sie hat eine Menge Fragen und wird mit ihren Vater reden müssen. Doch zunächst will sie allein erkunden, wer die Ringmitglieder und vor allem dieser geheimnisvolle Prophet sind. Sie müsste es schaffen, die Computersysteme auszuspähen, um an die entsprechenden Informationen zu kommen.

 

Der Thriller ist ausgesprochen aktuell, geht es doch um illegale Bankgeschäfte. Harry wird in die Machenschaften ihres Vaters hineingezogen. Mitglieder des Sorohan-Rings sind hinter dem Geld her, was ihr Vater möglicherweise beiseite geschafft hat. Die junge Frau ist allerdings nicht zu unterschätzen. Ihre Kenntnisse im Computerbereich helfen ihr, an Informationen heranzukommen. Sie ist eine Hackerin, die weiß, wie man vorgehen muss und sie geht Gefahren nicht aus dem weg. Für den Leser ist es sehr interessant zu verfolgen, wie sie Puzzleteile findet und zusammenzusetzen versucht. Dabei werden auch komplexe Gedankengänge Harrys gut vorstellbar dargestellt. Man muss sich nicht mit Computern auskennen, um hier folgen zu können.

 

Der Leser ist Harry immer ein Stück weit voraus. Ihn lässt der Autor ein wenig mehr wissen. Das erhöht ungemein die Spannung. Man weiß um die Gefahren, denen Harry ausgesetzt ist und weiß, dass sie es mit ganz üblen Gestalten zu tun haben muss. Allerdings erfährt man natürlich nichts Genaues über die Drahtzieher, wird genau wie Harry immer wieder auf die falsche Fährte gelockt. Man kann das Ausmaß des Finanzskandals nicht überblicken und wird immer wieder überrascht.

 

Es wird teuflisch spannend. Harry hackt sich in Computernetzwerke, versucht schlauer zu sein, als ihre Gegner und gerät doch immer wieder in Lebensgefahr. Harry ist Pokerspielerin. Sie riskiert gerne etwas, genau wie ihr Vater. Es hat schon etwas von einem Spiel, was hier läuft. Doch ist der Einsatz hoch und muss möglicherweise mit dem Leben bezahlt werden.

 

Das Buch ist durchweg aufregend, so wie man das von einem Thriller erwarten darf. Man wird perfekt unterhalten.

 

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Passwort: Henrietta

Autor: Ava McCarthy

Broschiert: 478 Seiten

Verlag: Knaur (5. Mai 2009)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3426663740

ISBN-13: 978-3426663745

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 29.05.2009, zuletzt aktualisiert: 13.05.2019 16:10