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Ein gutes Omen von Terry Pratchett & Neil Gaiman

Rezension von Christoph Weidler

 

Nächsten Samstag ist Weltuntergang! Wie sie glauben es nicht? Dann lesen sie "Ein gutes Omen"!

 

Endlich ist es soweit, der von der Hölle langersehnte Augenblick ist da: Der Antichrist ist geboren! Nun gilt es nur noch ihn als "Kuckucksei" einer menschlichen Familie unterzujubeln, und so macht sich der Dämon Crowley auf im Auftrag der Hölle. Er bringt den Antichristen in ein Krankenhaus, welches von satanischen Nonnen betrieben wird, wo in der Nacht zwei weitere Kinder geboren werden. Sein Auftrag lautet, den Antichrist gegen den frischgeborenen Sohn eines amerikanischen Diplomaten auszutauschen. Wie? Ganz einfach, man nehme Baby A (Antichrist) und tausche es gegen Baby B (Diplomatenkind) aus, und so übergibt er den Antichristen an die zuständige Nonne, welche Baby A gegen Baby B austauscht, dann trifft weitere Nonne auf die Aufgabe, sieht Baby (B) elternlos, denkt das ist Baby (A) und tauscht es gegen Baby (A) aus welches sie dann als Baby (C) ausgibt. Soweit alles klar? ;)

 

In der Zwischenzeit zweifelt der Dämon Crowley an den angedachten Ziel der Hölle, die Apokalypse einzuläuten, denn eigentlich fühlt er sich recht wohl auf der Erde so wie sie mit all ihren Fehlern ist. Warum noch einmal von vorne beginnen? So entschließt er sich kurzerhand sich mit seinen "Erz"feind, den Engel Erziraphael, kurzzuschließen. Gemeinsam beschließen sie Einfluß auf das Heranwachsen des Antischristen zu nehmen, in der Hoffnung das die Gesinnung eines Wesens von seinen äußerlichen Einflüßen anhängt und so der Antichrist nicht in elf Jahren den Gongschlag zur letzten Runde zwischen Himmel und Hölle läutet. In geheimer Mission schleichen sie sich in den Haushalt des amerikanischen Diplomaten ein und versuchen das Kind nach ihren Vorstellungen zu formen.

 

Elf Jahre später, die Endrunde der Welt beginnt, die Hölle schickt einen Höllenhund welcher sich mit dem Antichristen verbinden soll um die Apokalypse einzuleiten. Doch der Hund kommt nie bei dem Diplomatenkind an, was ist geschehen? So langsam dämmert den beiden, das sie auf das verkehrte Kind aufgepaßt haben und sie nicht den Antichristen vor sich haben. Doch wo ist dann der Antichrist, und wird er den Weltuntergang einläuten? Ein Wettlauf gegen die Zeit und die apokalyptischen Reiter beginnt, denn es sind nur noch sechs Tage bis zu dem geplanten Ende der Welt.

 

Kult! Mit "Ein gutes Omen" ist den beiden Autoren Terry Pratchett (u.a. bekannt durch seine Scheibenwelt-Romane) und Neil Gaiman (u.a. bekannt durch seine Werke "Niemandsland, Sternwanderer, American Gods") ein wahres kultverdächtiges Werk gelungen. Die Mischung aus den Einflüßen von Terry Pratchetts Wortwitz und spritziges Humor mit Neil Gaimans Liebe zu humorvollen Verwirrspielen ist eine gekonnte Verbindung welche den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Wer Antworten sucht, warum die modernen apokalyptischen Reiter Tod, Krieg, Hunger und Umweltverschmutzung heißen und mit Motorrädern unterwegs sind, was wirklich mit Elvis geschah und warum die Enten in St. James Park in London die größten Geheimnisse kennen, was wirklich hinter dem Ende der Welt und den dazugehörigen Prophezeiungen steckt - der wird in "Ein gutes Omen" die dazu passenden Antworten finden. Humor und Endzeitroadmovie der feinsten Art.

 

Eure Meinung:

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Thorsten
Mittwoch, 21. Oktober 2009 22:06 Uhr
Ich kann mich nur der Kritik anschliessen. Ein wirklich lesenswertes Buch, dass bei aller Komik auch sehr zum Nachdenken anregt.

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Buch:

Ein gutes Omen

Autor: Terry Pratchett & Neil Gaiman

broschiert, 460 Seiten

Verlag: Piper

ISBN: 3-492-28505-8

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 28.07.2005, zuletzt aktualisiert: 19.10.2018 17:10