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Die Kristallwandler von Anika Flock

Rezension von Carsten Kuhr

 

Anika Flock präsentiert uns eine Welt, die von zwei Rassen bewohnt wird die von der jeweils anderen nicht wissen. Die Aerinen die sich auf der permanent dunklen Seite des Planeten angesiedelt haben leben ganz im Einklang mit der Natur. Die fast schon symbiotisch zu nennende Lebensweise mit der Flora und Fauna führte folgerichtig dazu, dass das Töten unbekannt ist. Ein Teil des Volkes weist magische Gaben auf. Elderas, ein magisch begabter Mann mit 27 Jahren steht im Zentrum unserer Aufmerksamkeit. Da dem Planeten klimatische Veränderungen drohen, wird eine Expedition nach »Sturmbann« geplant. In der Region in der Dunkel- und Hellseite aufeinandertreffen wird die Ursache für die bedrohlichen Klimaänderungen vermutet.

Gleichzeitig macht sich auch von der Tagseite des Planeten aus eine Expedition nach »Sturmbann« auf. Angeführt von Meruna, einer eigenwilligen, ebenfalls magisch begabten jungen Frau, die nachdem sie zur Selbstjustiz gegriffen hat verbannt wurde, nähert sich auch diese Expedition allen Widrigkeiten durch Naturgewalten zum Trotz Sturmbann. Dort treffen die ungleichen Völker aufeinander. Naturgemäss kommt es zu Auseinandersetzungen und Anfeindungen, doch es werden auch Gemeinsamkeiten sichtbar. Erste zaghafte Annäherungsversuche werden aber wüst unterbrochen, als eine neue, tödliche Bedrohung die Siedlung heimsucht.

 

 

Ich habe immer ein wenig meine Mühen mit den Büchern aus Fertigung von Book on Demand. Die Titel sind mir schlicht zu breit. Sie liegen nicht geschickt in der Hand, ein Schmökern auf der Couch oder im Bett ist mit diesen Ungetümen kaum möglich. Wenn man nicht beide Hände zum festhalten benutzt, rutschen einem die Klötze förmlich aus der Hand. Dazu kommt, dass die Autorin viel zu erzählen weiss. Um den Preis halbwegs kalkulierbar zu halten wurde deshalb ein sehr kleiner Satzspiegel gewählt, so dass sich die Lektüre recht mühsam gestaltet.

 

Soviel aber auch schon zu den eher negativen Aspekten des Buches. Vom Inhalt und der sprachlichen Ausgestaltung her kann sich das Werk durchaus mit Veröffentlichungen der grossen Verlage messen.

Anika Flock erzählt in zwei grossen Spannungsbögen, die sie im Verlauf der Handlung zusammenführt eine spannende Geschichte. Ihre Personen sind liebevoll und detailreich gezeichnet, die Handlung ist humorvoll und kurzweilig aufbereitet. Durch die Anlage zweier unterschiedlicher Völker, die einander fremd sind gelingt es der Autorin uns die jeweiligen Eigenheiten, aber auch die verbindenden Elemente nahezubringen. Die exotische Welt mit ihren unterschiedlichen Lebensräumen und Artenvielfalt ist zwar logisch nicht vorstellbar, dient aber als detailreich geschilderter Schauplatz, der durchaus seinen eigenen Reiz auf den Leser ausübt. Einziges Manko des Romans bleibt, dass zwar die Ursache der Klimaänderung gefunden wurde, eine Lösung aber der eventuellen Fortsetzung vorbehalten bleibt.

 

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Buch:

Die Kristallwandler

Autor: Anita Flock

Broschiert - 388 Seiten - BoD GmbH, Norderstedt

Erscheinungsdatum: September 2005

ISBN: 3833434031

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 17.01.2006, zuletzt aktualisiert: 30.08.2017 19:48