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Katharina von Nina Blazon

Rezension von Carmen Huber

 

Nina Blazon wird wohl vielen Fantasy-Lesern bereits ein Begriff sein, gewann sie doch mit ihrem Romandebüt „Im Bann des Fluchträgers“ den Wolfgang-Hohlbein-Preis 2003. Mit „Katharina“ legt sie diesmal einen historischen Roman über die deutsche Prinzessin vor, die als russische Zarin „Katharina die Große“ in die Geschichte einging.

 

Jeder am russischen Hof weiß, dass die alte und kränkelnde Zarin Elisabeth nicht mehr lange leben wird, zumal sich ihr Gesundheitszustand laufend verschlechtert – was allerdings nichts daran ändert, dass jeder sich ihrem Willen fügt und die unberechenbaren Launen der Zarin fürchtet. Doch viele am Hof sind nicht glücklich darüber, dass nach ihrem Tod ihr Neffe Peter, der „verrückte Holsteiner“, den Thron übernehmen soll, liebt er doch alles Deutsche mehr als das Russische.

 

Die scharfzüngige und schweigsame Valentina zählt zu den wenigen, die das Vertrauen der Zarin genießen, doch diese Gunst kann einem leicht das Leben kosten – denn schnell kann die Zarin ihre Meinung ändern oder sich beleidigt oder gar verraten fühlen. Als Peters Gemahlin Katharina ihr ersten Kind und damit den Thronfolger zur Welt bringt, lernt Valentina die charismatische junge Großfürstin erstmals kennen, und schon bald freunden sich die beiden Frauen miteinander an. Doch Peters Ehefrau verfolgt ihre eigenen Pläne, sie will nicht mehr nur weiterhin die brave Frau an der Seite eines mächtigen Mannes sein, sie will nach dem Tod der Zarin selbst herrschen. Doch der Weg dorthin ist gefährlich, der kleinste Fehler könnte alles verraten und den Tod bedeuten ... Auch Valentina findet sich bald in diesem Machtspiel wieder, und ebenso der junge Soldat Dima und das wilde, sibirische Nomadenmädchen Sinaida ...

 

Wie man es von Nina Blazon bereits gewohnt ist, legt sie mit ihrem Roman über „Katharina die Große“ wieder eine interessante, gut durchdachte Geschichte vor, die vor allem durch ihre interessanten Persönlichkeiten und den ungewöhnlichen Hintergrund lebendig wirkt. Besonders gut gelungen ist, dass das Geschehen nicht direkt durch Katharina erzählt wird, sonder aus der Sicht anderer, denn neben der eigentlichen Handlung um Katharina und ihren Weg zum russischen Thron erzählt die Autorin in ihrem Roman auch viele kleine Schicksale: Die kluge Valentina, die ihre große Liebe und ihre beste Freundin verloren hat, beide Gefangene in einem sibirischen Straflager, und die jetzt alles daran setzt, sie irgendwie zu befreien; der junge Soldat Dima, der seinem Zuhause nur entfliehen will und sich von einem einsamen Gutshof plötzlich am russischen Hof wiederfindet; und Sinaida, die als kleines Mädchen entführt und als Attraktion an den Hof gebracht wurde und schließlich Dienerin des „verrückten“ Peters wird.

 

Auch die äußerliche Gestaltung ist schön gelungen: „Katharina“ ist ein 410-Seiten starkes Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen sowie einem hübschen Coverbild. Wie man es von der Autorin bereits gewohnt ist, weiß „Katharina“ wieder durch ihre interessanten Charaktere, der ungewöhnlichen Kulisse und dem angenehmen Schreibstil zu überzeugen.

 

Fazit: Ein interessanter und gut gelungener Jugendroman über „Katharina die Große“.

 

Eure Meinung:

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Anzeige: 1 - 1 von 1.

Evin
Freitag, 05. Dezember 2008 18:32 Uhr
Ich finde dieses Buch klasse.
Wir mussten eine Buchvorstellung machen und ich habe dieses Buch gewählt und dafür eine 1+ bekommen! JUUUHHHHHUUUUUUUUU!!!

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Buch:

Katharina

Autor: Nina Blazon

Gebundene Ausgabe: 410 Seiten

Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: 1 (Februar 2007)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3473352683

ISBN-13: 978-3473352685

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 23.05.2007, zuletzt aktualisiert: 08.11.2017 19:52