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Gwydion - Der Weg nach Camelot von Peter Schwindt

Reihe: Gwydion Band 1

Rezension von Carsten Kuhr

 

Gwyn lebt als Schweinehirt auf dem Bauernhof seines Vaters. Bei seiner Geburt starb seine Mutter, mit seinem älteren Halbbruder kommt er nicht so toll aus. Als die Sachsen den Hof angreifen, verlässt Gwyn seine Heimat und macht sich auf Richtung Camelot. Die Zeiten sind nicht gut. Mordred, der ungeratene Sohn Artus' taucht wieder auf, und bildet mit den Sachen eine unheilige Allianz. An der Seite von Merlin macht sich Gwyn, als Knappe der Tafelritter auf, seinen Teil im Kampf gegen die Eroberer zu leisten. Dabei gilt es mannigfaltige Abenteuer zu bestehen, sich selbst durchzusetzen und die Suche nach dem heiligen Gral neu zu entfachen.

 

Peter Schwindt hat mit der fünfteilige Reihe um »Justin Time« auf sich aufmerksam gemacht. Mit den Zeitreisegeschichten, die auf Hörspielen des Autors beruhen gelang ihm im Loewe Verlag der Durchbruch.

Diesmal wendet er sich einem anderen, ebenfalls phantastischen Genre zu. Er wandelt auf Spuren der Artussage in einem recht typischen Fantasy-Plot. Nun mag man sich zurecht fragen, ob es einer weiteren Erzählung rund um die Tafelrunde und deren Ritter bedarf. Die Romane um Artus und seine Getreuen sind kaum mehr zu zählen, eigentlich ist hier schon alles erzählt worden. So ist es nur folgerichtig, dass Schwindt sich dem Thema aus einer anderen Richtung annähert. Und zu Beginn des Romans tut er dies auch noch recht geschickt. Sein Protagonist Gwyn, der Schweinehirte ist sympathisch gezeichnet. Er verbindet die Bodenständigkeit seiner Herkunft aus der einfachen, hart arbeitenden Bauernschicht mit dem Geheimnis, das seine verstorbene Mutter ihm mitgegeben hat. Wer war diese, was hat es mit dem geheimnisvollen Amulett, das sie ihm vererbt hat auf sich, und warum kennt Merlin seinen Namen? Mysterien, die beim Leser Interesse wecken, der Spannungsbogen selbst ist sauber angelegt, die Lektüre ohne Brüche.

 

Warum aber hat mich das Buch dann letztlich doch nicht so recht fesseln können? Mag sein, dass es an der ständig gleichen Sprache lag, die er verwendet egal, ob ein Ritter, ein Sachse oder ein Bauer redeten, oder an der Vorhersehbarkeit des Plots selbst? Irgendwie blieb ich als Leser immer aussen vor, tauchte nie richtig in das Geschehen ein. Es gelang Schwindt nicht, mich wirklich von der Wahrhaftigkeit seiner Handlung, und der Gefühle seiner Personen zu überzeugen. Das las sich zwar alles ganz nett, aber eben auch ohne wirkliche innere Anteilnahme. Hier muss der Autor in den beiden folgenden Bänden noch nachlegen, um gegenüber der Konkurrenz mithalten zu können.

 

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Eure Meinung:

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Anzeige: 1 - 1 von 1.

Dark
Sonntag, 03. Mai 2009 11:57 Uhr
Ich finde diese Bücher sehr gut geschrieben so das es jeder verstehen kann. ich habe jedes der Bücher an jeweils einem Tag gelesen und fand sie alle immer sehr spannend. deshalb weis ich nicht wie man eine so schlechte Meinung davon haben kann. Ein Kumpel von mir hat die Bücher auch in 4 Tagen gelesen und ein Freundin von mir hat eine Woche für alle Bücher gebraucht.

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Der Weg nach Camelot

Reihe: Gwydion Band 1

Autor: Peter Schwindt

Gebundene Ausgabe - 318 Seiten

Verlag: Ravensburger Buchverlag

Erschienen: Februar 2006

ISBN: 3-473-34479-6

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 17.04.2006, zuletzt aktualisiert: 05.11.2018 10:31