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Invasion der Verdammten

Reihe: Die Sieben Gezeichneten Bd.3

Rezension von Konrad Schwenke

 

Achtung diese Rezension enthält Spoiler und sollte daher nicht von jemandem gelesen werden der Kampagne noch als Spieler erleben will.

 

Mit "Invasion der Verdammten" liegt nun der dritte Teil der Neuauflage der Borbaradkampagne vor und man merkt, dass sich die Kampagne ihrem Höhepunkt und Ende nähert. Mittlerweile kann niemand mehr leugnen, dass der Dämonenmeister zurückgekehrt ist und so dreht sich ein Großteil des Bandes um den offenen Krieg gegen die Schwarzen Horden.

Am Anfang des Bandes findet sich auch im dritten Teil wieder eine allgemeine Einführung und Erklärung worum es hier eigentlich geht. Zudem finden sich Zeitungsartikel und andere Berichte aus der Zeit seit dem letzten Band und weitere Informationen. Diese Zwischenspiele finden sich wie gewohnt auch zwischen den Abenteuern des vorliegenden Bandes. Es findet sich aber weniger Material im Vorwort als bei den beiden anderen Bänden.

 

Den ersten Teil der "Invasion der Verdammten" bildet das frühere Nebenlinienabenteuer Goldene Blüten auf blauem Grund. Dabei wurde der Einstieg komplett umgestaltet. Das Abenteuer beginnt in Perricum wo Helden auf der Löwenburg zu Gast sind. Auch hier haben die Autoren wieder dafür gesorgt, dass die Helden es bereits mit einigen NSCs zu tun bekommen die später noch eine größere Rolle zu spielen haben. Die Helden setzen sich zunächst auf die Spur eines Diebstahls der sie auf die Bemühungen Galottas aufmerksam macht einen neuen Ogerzug zu initiieren. Danach schwenkt dann die Handlung auf die des alten Abenteuers ein. Die Gezeichneten gelangen auf die Amazonenburg Kurkum, dicht gefolgt von den Schwarzen Horden die beginnen die Burg zu belagern. Das Abenteuer legt daher den Fokus vor allem auf die Vorgänge innerhalb der Burgmauern. Für den Spielleiter ergibt sich damit die Schwierigkeit aus einer großen Zahl von NSC einige wichtige deutlicher herauszuarbeiten, muss dabei aber auch aufpassen, dass die Helden nicht sofort merken wer denn nun eine Plotrelevante Rolle spielt und wer nicht. Ansonsten bietet das Abenteuer zum einem eine Belagerung und das erste Kennenlernen der borbaradianischen Kriegsführung. Abgerundet wird das Abenteuer durch einen sehr schönen Anhang über die Kultur der Amazonen.

 

Der zweite große Teil bekam den Titel Die letzte Schlacht des Wolfes. Darin sind mehrere Abenteuer zusammengefasst in denen es um den Krieg in Tobrien

geht. Das erste ist das ursprünglich für den Wettbewerb "Gänsekiel und Tastenschlag" geschriebene "Blutige Tobimora" in dem es um die Schlacht von Eslamsbrück geht in der das Mittelreich zum ersten mal mit der magischen Kriegsführung des Gegners konfrontiert wird und eine schwere Niederlage erleidet.

Und dies wird nicht die letzte bleiben. Daran schließt sich das ursprünglich in der "Wunderwelten" erschiene "Winter des Wolfes" an in dem die Helden ins Feindesland eindringen müssen um die Hauer des Mendenischen Ebers, eines wichtigen Herrschaftsinsigniums der tobrischen Herzöge, wiederzubeschaffen. Enden wird allerdings auch diese Episode wieder mit einer Schlacht. Im anschließenden Zwischenspiel können die Gezeichneten den Untergang der tobrischen Druiden auf der Insel Sumus Kate miterleben. Zudem wird mehrmals deutlich gemacht, dass die Gezeichneten mittlerweile weitberühmt sind und auch

Zugang zu höchsten Kreisen haben, bis hin zum Reichsbehüter.

In "Die letzten Tage von Ysilia", das ebenfalls zuvor in den Wunderwelten veröffentlich wurde, haben die Helden erneut Gelegenheit eine Niederlage mitzuerleben. Das Szenario bietet vor allem Häuserkämpfe und die Konfrontation

mit einer Dämonenarche. Zusätzlich wird im Anhang erstmals eine Stadtbeschreibung Ysilias mit Karte bereitgestellt.

Der Mittelteil des Bandes ist also vor allem eine Freunde für die Liebhaber der offenen Konfrontation und großer Schlachten. Zudem werden die Abenteuer auch genutzt um bereits das zukünftige Tobrien vorzustellen. Das betrifft sowohl NSCs als auch die Veränderungen die mit der Landschaft vor sich gehen. Da ursprünglich nicht zur Kampagne gehörend lässt er sich aber auch ohne weiteres weglassen wenn es der Gruppe weniger gefällt.

 

Der letzte Teil des Buches dagegen ist das Abenteuer Rohals Versprechen, dass für den Fortlauf der Kampagne unverzichtbar ist. Die Gezeichneten werden zum Magierkonvent nach Punin eingeladen bzw. zum gleichzeitig stattfindenden Geweihtenkonklave. Der Konvent ist natürlich eine Freude für alle Magierfreunde unter den Spielern die hier Gelegenheit haben mit den größten Koryphäen des Kontinents zu fachsimpeln. Dazu finden auch einige Symposien statt und es werden Referate gehalten in denen die Helden sehr vieles über ihre Queste, über Borbarad, die Zeichen und die kosmologischen Hintergründe erfahren können. Dabei sind aber gerade die Vorlesetexte zu den Referaten wirklich sehr lang. Damit sich auch die Spieler die sich nicht für Magietheorie begeistern können nicht langweilen wurden der Konvent mit einem Detektivplot hinterlegt.

Auch der Geweihtenkonklave wurde etwas weiter ausgebaut, aber das Hauptaugenmerk in Punin liegt ganz klar auf dem Konvent der Magier. Doch ist dies nur der erste Teil, denn schon bald müssen sich die Helden auf die Suche nach der Zeit selbst machen...

 

Fazit:

Der dritte Teil der Neuauflage ist vor allem durch den Krieg geprägt. Dazu passen auch die Anhänge zum Verlauf der borbaradianischen Invasion und zur Darstellung des Krieges am Spieltisch. Das Niveau der Überarbeitung ist auf gewohnt hohem Niveau, allerdings fällt diesmal leider auf, dass es verschiedene Autoren waren die die einzelnen Teile überarbeitet haben, zudem fallen teilweise Fehler auf (Textüberleitungen, Bezugnahme auf DSA 3-Regeln) die wohl auf das Nutzen von Copy&Paste zurückgehen, ohne dass der Text noch einmal gründlich durchgelesen wurde. Für den Tobienteil ("Goldene Blüten auf blauem Grund" und "Die letzte Schlacht des Wolfes") gilt zudem, dass er ursprünglich nicht für die Gezeichneten geschrieben wurde und so ist es auch kein Problem die Abenteuer mit anderen Helden zu spielen. Die Abenteuer sind allesamt deutlich überarbeitet worden, teilweise werden auch Fäden die in den vorherigen Bänden ausgelegt wurden zum Ende geführt. (Onyx-Splitter, Harpyen).

Trotz aller einzelnen Kritikpunkte ist der Band natürlich ein Pflichtkauf für jeden Spielleiter der Borbaradkampagne, den man nicht bereuen wird.

 

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Hinweis:

Mit freundlicher Unterstützung von Fantasy Productions GmbH,

www.fanpro.com und www.f-shop.de

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Invasion der Verdammten

Reihe: Die Sieben Gezeichneten Bd.3

System: DSA

Autor: Mark Wachholz

Gebundene Ausgabe - 280 Seiten - Fantasy Productions

Erscheinungsdatum: März 2006

ISBN: 3890644287

Erhältlich bei: Amazon

 


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Erstellt: 23.03.2006, zuletzt aktualisiert: 22.02.2015 05:05