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Das Vermächtnis der Völker

Rezension von Christel Scheja

 

Zu den geheimnisvollsten Völkern Aventuriens gehören die Elfen. Nur selten kommen Abenteurer in Kontakt mit den scheuen alten Völkern, und es kostet sehr viel Aufmerksamkeit und Verständnis, um mit ihnen zurecht zu kommen. Dem entsprechend komplex sind auch Abenteuer, die sich voll und ganz mit den Elfen beschäftigen, und es werden ganz andere Talente und Fähigkeiten gefordert als sonst.

 

Dies beweisen Katharina Pietsch und ihr Mitautor Tyll Zybura höchst eindrucksvoll in ihrem Abenteuer "Das Vermächtnis der Völker". Titelbild und Innenillustrationen stammen komplett von Caryad, so dass Text und Bilder ganz aus einem Guss sind und gegenseitig die Atmosphäre verstärken

 

Schon immer war Gerasim ein Ort der Begegnung zwischen Elfen und Menschen. Man lebte miteinander und versuchte einander zu verstehen. Doch die letzten Jahre haben viel verändert. Nicht nur das Wüten und Wirken Borbarads und seiner Schergen hat die Elfen dazu verleitet, sich zurück zu ziehen, auch die Prophezeiung des Lichtvogels. Seine Ankündigung, dass das Zeitalter der alten Völker vorüber sei, hat viele dazu veranlasst, sich zurück zu ziehen und ins Licht zu gehen. Andere reagieren empfindlicher auf das Verhalten der Menschen und verhalten sich demtentsprechend misstrauisch.

Trotz der widrigen Umstände will Calaya Nebellied etwas zur Verständigung der Völker unternehmen und deshalb einen großen Zauber wirken. Dazu hat sie den berühmten Maler Golodion Seemond gebeten, ihr zu helfen. Der auch bei den Menschen beliebte elfische Künstler macht sich auf die Reise durch Nordaventurien um rechtzeitig zur Stelle zu sein.

Irgendwo in der Nähe der Stadt begegnen ihm auch die Helden. Da ihm selber noch eine Zutat für eine Farbe fehlt, bittet er diese, die anderen schon einmal nach Gerasim zu bringen. Und warum sollte man einem so bekannten und berühmten Elfen etwas abschlagen?

Die Helden erfüllen seinen Wunsch. Doch damit geraten sie, ohne es zu ahnen, zwischen die Fronten. Denn nicht nur ein übereifriger Mensch, auch von schweren Vorurteilen behaftete Elfen legen ihnen wo sie können Steine in den Weg, und zeigen ihnen, dass sie eine Einmischung nicht wollen. Es ist nun an den Helden, einmal ihren Auftrag zu erfüllen und zum anderen gerade jetzt einzugreifen und zwischen den Völkern zu vermitteln so gut sie können.

 

Dies führt zu einem komplexen Abenteuer, das nicht nur vom Spielleiter, sondern auch von den Spielern Erfahrung und Engagement verlangt. Interaktion und empfindsames Einfühlungsvermögen werden erwartet, ebenso das Interesse, sich mit der elfischen Lebensart zu beschäftigen und sie voll und ganz kennenlernen zu wollen.

Auf Kämpfe und regeltreues Spiel wird weitestgehend verzichtet, es kommt darauf an, Konfrontationen möglichst gewaltlos zu lösen, und Gefühlsstürme oder Wutausbrüche anderer möglichst sinnvoll zu glätten. Der Spielleiter muss in viele verschiedene Nichtspielercharaktere schlüpfen und den Spielern auch standhalten können.

 

Wer dazu bereit ist, sich mit aufwändigem Charakterspiel auseinander zu setzen, der wird in "Das Vermächtnis der Völker" ein sehr stimmungsvolles und atmosphärisches Abenteuer finden, Regelfüchse und actiongewohnte oder kampfeslustige Spieler sollten besser die Finger davon lassen.

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Hinweis:

Mit freundlicher Unterstützung von Fantasy Productions GmbH,

www.fanpro.com und www.f-shop.de

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Das Vermächtnis der Völker

System: DSA

Das Schwarze Auge

Abenteuer 137

Das Vermächtnis der Völker

Ein DSA-Gruppenabenteuer für 3-6 Experten-Helden

von Katharina Pietsch und Tyll Zybura

Titelbild und Innenillustrationen von Caryad, Karten und Pläne im Text von Ina Kramer und Daniel Jödemann

Softcover Originalausgabe, Dezember 2005

Fantasy Productions 13020 (52/1000)

ISBN 3-89064-426-0

Erhältlich bei: Amazon

 


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Erstellt: 15.03.2006, zuletzt aktualisiert: 21.02.2015 19:17