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Thronräuber von Alexander Lohmann

Reihe: DSA

Rezension von Holger Hennig

 

Ein Eintauchen in die fantastische Welt von Myranor, wo Pardir und Leonir – also Panther- und Löwenmenschen – zum Straßenvolk gehören, wo es Echsenmenschen gibt, die wie Chamäleons mit ihrer Umwelt verschmelzen und Magie über Matrizen funktioniert, die sich die Magier in den Geist rufen. Myranor gehört zu DSA und ist eine faszinierende unerwartete Welt.

 

Dies ist die Geschichte von Beliante, einer unsicheren Magierin, die aus der Stadt Lyrnathas fliehen muss, weil sie einem eher geistig minderbemittelten ziemlich riesigen Jungen helfen will. Chrysonias ist auf der geistigen Stufe eines nicht sehr cleveren Fünfjährigen, dafür aber Arme, die mal Beine werden sollten. Zusammen mit dem Tischler Daridorius fliehen die beiden, müssen dabei aber durch den Pardir-Wald. Pardir sind nicht sehr freundliche aufrecht gehende Panther. Natürlich werden die drei Reisenden von den Katzen angegriffen und dabei verliert sich auch Daridorius’ Spur. Beliante setzt Chrysonias durch einen Zauber als wilde Kampfmaschine ein, was ihr aber nicht nur ein paar Tote Pardir sondern auch ein ziemlich übles Gewissen beschert. Gerettet werden die beiden von einem Luftschiff der Vinshina, die von Melheni zur Hilfe geholt wurden. Melheni ist eine Vogelfrau, die sich aus irgendwelchen noch unbekannten Gründen gerne in Beliantes Leben mischt, in diesem Fall ja auch völlig zu Recht.

Auf dem Luftschiff trifft Beliante auf den etwas zwielichtigen Söldner Palibatka, der sich ihr und Chrys annimmt. Sie werden von den Vinshina nach Neanikis gebracht. Der Stadt, aus der Beliante wohl stammt. Während sie dort nur ihre Ruhe sucht, schließt sich Palibatka einer Bande von Revolutionären an. Die wollen die Herrschaft des Magnaten beenden, weil dessen Bruder, der Trodinar, sich in seinen dunklen Turm in der Mitte der Stadt zurückgezogen hat. Sie glauben, der Magnat halte seinen Bruder dort gefangen.

Bald fangen die Unruhen an, und Baliante muss ihre eigene Vergangenheit anerkennen, um in diesem Strudel nicht fortgerissen zu werden.

 

Wenn man die vielen Namen, Rassen und sonstigen Verweise mal so langsam sortiert hat, dann beginnt ein äußerst kurzweiliges Buch, es passiert viel, auch wenn die Pointe ein wenig zu früh für den Leser erkennbar ist. Wie das bei einem guten Rollenspielbuch sein soll, sind die Kämpfe, die Magie und die Wesen der Welt Myranor gut beschrieben, ein sehr farbiges Buch, ein guter Schmöker zwischendurch.

Aber ein paar Probleme gibt es mit dem Buch auch. Alexander Lohmann geht mit seinen Charakteren ein bisschen zu verschwenderisch um. Daridorius ist einem gerade ans Herz gewachsen und dann geht er bei den Pardir verloren. Und Tychemele, in die sich Palibatka verliebt, ist auch schneller wieder aus dem Buch raus, als man ihren Namen gelernt hat. Wie schade, da passiert dann vielleicht einfach ein bisschen zu viel. Aber gerade bei Daridorius hat man das Gefühl, dass sich die Geschichte in eine andere Richtung entwickelt hat, als der Autor eigentlich beabsichtigt hatte, und das er deshalb aus der Geschichte eliminiert wurde. Das Problem daran ist, dass man die ganze Zeit darauf wartet, dass er wiederkommt. Der Leser hat schon zu viel Gefühle in den Charakter investiert, als dass er einfach verschwinden dürfte.

Kein grandioses Buch, aber ein sehr unterhaltsames, und natürlich besonders für DSA-Spieler eine gute Wahl.

 

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Hinweis:

Mit freundlicher Unterstützung von Fantasy Productions GmbH,

www.fanpro.com und www.f-shop.de

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Titel: Thronräuber

Reihe: DSA

Autor: Alexander Lohmann

Broschiert - 330 Seiten - Fantasy Production

Erscheinungsdatum: 2004

ISBN: 3890645127

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 08.09.2005, zuletzt aktualisiert: 18.06.2018 17:59