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Der Sturm der Toten von Lisa SmedmanDie Büßerin Band 2
Rezension von Ralf Steinberg
Verlagsinfo:
Die Drowgöttinen bekämpfen einander!
Auf dem Weg zu den neuen Vergessenen Reichen fällt es Lisa Smedman zu, sich um das Pantheon der Drow zu kümmern. Nachdem sie in Das Opfer der Witwe mit dem Ausdünnen desselben begonnen hat, setzt sie dies in Der Sturm der Toten rigoros fort. Der Sturm der Toten schließt dabei nahtlos an den ersten Teil der Serie an. Als Lolth und Eilistraee, zwei Drowgöttinen, um die Herrschaft über die Dunkelelfen Faerûns ringen, geraten mehr als nur die Drow in die Schußlinie.
Das Buch spielt in den Jahre 1376 und 1377 TZ – einer Zeit also, in der die Kleriker Eilistraees und Vhaerauns gezwungenermaßen Seite an Seite stehen. Nicht alle haben zwar die Veränderungen in Eilistraees Doktrin mitvollzogen, doch eine Anzahl von Nachtschatten, also Vhaeraun-Priestern, ist zum Kult Eilistraees konvertiert und kämpft nun auch gegen deren Gegner. Auf dem Spiel steht alles, was einen Dunkelelfen ausmacht.
Rezension:
Nach dem Tode Vhaerauns durch Elistraee verschwand der maskierte Gott nicht einfach, vielmehr kam es zu einer Art Assimilation durch seine Schwester, die nunmehr als Maskierte Dame das göttliche Spiel mit ihrer Mutter Lolth weiter vorantreibt. Doch bevor das Finale geschlagen werden kann, mischt sich von der Seite her eine andere Göttin ein: Kiaransalee, die Göttin der Rache und Königin der Untoten ...
Das göttliche Spiel hat natürlich einige Auswirkungen auf die bunte Figurenschar. Doch zunächst dürfen wir Q'arlynd dabei beobachten, wie er in Sshamaths versucht, seine eigene Hochschule zu gründen. Helfen soll ihm dabei jener geheimnisvolle Kiira-Kristall, den er bei Eldrinn findet. Offenbar hatte der junge Magier den Stein in den Ruinen der alten Miyeritar-Stadt Talthalaran gefunden und durch unsachgemäße Benutzung einen Schwachsinnszauber abbekommen. Die Rettung des Jungen bringt Q'arlynd nicht nur eine gute Stellung in der Hochschule für Erkenntnismagie ein, er kann seinen Traum nach der Hochschule für Hochmagie vorantreiben. Die ersten brauchbaren Kandidaten hat er schon zusammen, als sich erstaunliche Veränderungen ankündigen. Immer öfter begleitet verräterisches Feenfeuer die Erkenntniszauber der Magier und auch andere Bereiche der Magie scheinen betroffen. Als eine Klerikerin der Eilistraee in Sshamath auftaucht und diesbezüglich Erkundigen anstellt, wird schnell klar, dass hier etwas viel Größeres im Gang ist.
Nach und nach füllt sich das Säckchen an Figuren um zu einer klassischen Queste aufzubrechen, an deren Ende nicht nur die Bedrohung beendet wird, sondern erneut Veränderungen im Drow-Pantheon anstehen.
Der zweite Band erweist sich in erster Linie als Lückenfüller. Kiaransalee darf kurz für Aufruhr sorgen, doch das eigentliche Geschehen findet wohl erst im finalen Band eine Fortsetzung. Zwar ist es durchaus spannend, Q'arlynds Bemühungen zu verfolgen, auch die Weiterführung des Drow-Hintergrundes ist für Fans immens bedeutungsvoll - leider verfängt sich Lisa Smedman immer wieder in unglaubwürdige Handlungsstränge.
So kann Cavatina wieder einmal nebenbei einen Dämon besiegen, dessen Bedeutung und Macht fast unendlich war, nur weil sie plötzlich einen besonders guten Draht zu ihrer Göttin fand. Kiaransalee wird durch einen albernen Trick besiegt, auf den Q'arlynd durch das Beispiel Orcus kam. Obwohl eine Göttin seinen Namen magisch ausradierte, erkennt der Magier eine entsprechende Statue und kann etwas mit dem Namen anfangen, später, als er dasselbe macht, kann das natürlich niemand mehr.
Auch der Kampf in der Akropolis ist merkwürdig klein und banal. Obwohl Kiaransalee hier ihre entscheidende Schlacht gegen Lolth und Eilistraee schlägt, besteht ihre Armee der Untoten nur aus wenigen Monstern.
So überzeugt das Zwischenspiel also nur teilweise und man kann hoffen, dass Band 3 stringenter wird.
Die Edition von Feder & Schwert ist hingegen makellos. Gerade die Textverzierungen erinnern beständig daran, in welcher Welt der Roman spielt. Sehr hilfreich ist im Übrigen auch das Personenregister am Ende des Bandes.
Fazit:
Eine leider etwas mäßige und nicht ganz überzeugende Fortsetzung. Offensichtlich nur als Lückenfüller oder Contentverlängerung gedacht, weckt der Band hauptsächlich durch die Vertiefung der Drow-Historie Erwartungen für das Finale.
Eure Meinung:
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Montag, 04. Mai 2009 22:55 Uhr
Der Götterschlachten Teil 2:
War schon die Story im ersten Teil nicht wirklich konform mit allem, was man aus Romanen und Regeln der FR so kannte, geht es hier munter weiter.
Um die Bedrohung richtig in Schwung zu bringen, müssen ganz plötzlich die Drow regelmäßig am Faerzress schüffeln, da das wohl nun der Weg war sie ins Unterreich zu treiben. Aha, warum aber andere Drow seit vielen Jahren in der Romanwelt auch ohne diese so anziehende Droge leben konnten, bleibt offen. Dem nicht genug, schaffen es einige Nekrophile diesen plötzlichen Umstand auszunutzen, um die Rasse der Drow zu ihrem Totentanz einzuladen. Wenn da nicht der Partyschreck Q'arlynd mit seiner Schülerschar wäre, der doch wieder allen die Show stiehlt.
Erneut bedarf es nichts weiter, als völliger Anfänger um Mächte zu meistern und Dinge zu vollbringen, die ehedem noch Hunderte der begabtesten Hochmagier uralter Elfenreiche dahingerafft hätten. Gleichwohl bleibt auch die Frage, warum denn nun die Göttin in Vergessenheit geriet, wenn der Zauber nur bei einigen Wesen eine kleine Amnesie hervorruft, sonst aber alles unangetastet lässt. Spätestens wenn die werten Priester, Anhänger, Zombies und Konsorten wieder in ihre heiligen Schriften sehen, die nächste Inschrift betrachten oder sonst irgendwo nachgucken, dürfte wohl auch da der Name Kiaransalee zu finden sein. Wieso der nun also bis zum St. Nimmerleinstag getilgt sein soll, wenn doch die Grundregel der tabula rasa, eben das Auslöschen der Schriftkunde über betreffende Person, vergessen wurde, bleibt offen. Auch wieso auf einmal das Töten von Göttern so leicht ist, wurde doch noch von Lisa S. selbst in anderen Büchern behauptet, dass sie nur auf deren Heimatwelten angreifbar seien. Was solls, einer hin, einer im Sinn.
Mal sehen wen es in Teil drei erwischt und welche Fehler da noch eingebaut werden.
Abschließend bleibt noch zu sagen, eine Sache ist doch ganz gut am Buch. Eili als schattige Mischung aus ihrem alten Femdom-Ego und dem Gothbruder ist imho eine wirklich gute Idee und hätte Potential, wäre da nicht...na heben wir uns das für Teil 3 auf.
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Buch:
Der Sturm der Toten
Autorin: Lisa Smedman
Die Büßerin Band 2
Original: Storm of the dead - Lady Penitent Band 2, 2007
Übersetzerin: Dorothee Danzmann
Feder & Schwert, Februar 2009
Taschenbuch, 400
Titelbild: Wes Benscoter
ISBN-10: 386762044X
ISBN-13: 978-3867620444
Erhältlich bei: Amazon Zur Serie:Der Krieg der Spinnenkönigin
Forgotton Realms Weitere Infos:
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