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Daimonion's Sammelsurium Nr.2 (Alba)Rezension von Jens Fleischhauer
Die zweite Ausgabe von "Daimonions Sammelsurium" hat als Schwerpunkt Alba, also ein Thema, welches einen starken Midgardbezug verlangt, wodurch ein Problem, was in der ersten Ausgabe vorlag, behoben werden kann. Doch bevor ich auf den Inhalt eingehe, soll erst einmal betont werden, dass die zweite Ausgabe ein paar Seiten weniger umfasst als die erste Ausgabe. Wieder finden sich einige Illustrationen in diesem Heft, die einen sehr guten Eindruck machen. Auch inhaltlich ist das Heft überzeugender, was gibt es wieder Artikel die sich mit Artefakten und einer Bestiariumserweiterung befassen, aber insgesamt haben die anderen Artikel einen stärkeren Bezug zu Midgard.
Der erste Artikel befasst sich mit dem "befleckten Schlachtross", einer mystischen Gestalt, um die herum eine interessante Geschichte gesponnen ist, die gut in die Geschichte Albas integriert ist. Ein zweiter Artikel befasst sich mit einer Persönlichkeit, die gut in ein Abenteuer integriert werden kann, die aber keine herausragende Persönlichkeit ist. Aber auch eher normale Personen können ein Spiel bereichern und hier liegt mit Longrin eine solche vor.
Auch die albische Religion wird mit einem Heiligen näher beschrieben, womit ein schöner Hintergrundartikel vorliegt. "Saine Martin" ist der beschriebene Heilige, der irdische Bezüge aufweist, aber überzeugend in den albischen Hintergrund integriert wurde. Neben der Beschreibung von "Vanas Mantel", als Artefakt, folgt eine genauere Beschreibung des Uisge, also dem typischen albischen, hochprozentigen Alkohol. Es werden ein paar Informationen zum Uisge geliefert und auch verschiedene Sorten vorgestellt, was für Abwechslung in albischen Kneipen sorgen wird.
Die dunklen Druiden, Crom-Cruach, werden als neue Charakterklasse eingeführt, zusätzlich gibt es dann noch Informationen über ein Heiligtum der Dunklen Druiden. Hier geht leider der Bezug zu Alba etwas verloren, da die Dunklen Druiden nicht so typisch für Alba sind. Inhaltlich lässt sich ansonsten noch eine kurze Beschreibung eines Gasthauses anführen, was man als schöne Hintergrundinformationen für das Spiel verwenden kann.
Die Artikelauswahl erscheint mir in der zweiten Ausgabe des Magazins besser gelungen zu sein, als in der ersten Ausgabe. Die Artikel erscheinen unterschiedlich interessant, aber irgendwie sind auch die Beschreibungen von Tieren und Krankheiten nicht uninteressant. Wieder wurde dabei aber vor allem die irdische Beschreibung der Tiere und Krankheiten gegeben, was irgendwie etwas deplaziert wirkt. Mir erschiene es besser, wenn der Bezug auch bei diesen Artikeln näher bei Midgard läge, als auf einer irdischen Beschreibung.
Das Lektorat wirkt besser gelungen bei der zweiten Auflage, aber stilistisch macht sich das Sammelsurium keinen großen Namen. Die Artikel sind einfach geschrieben und lesen sich nicht immer sonderlich schön. Darauf kann man aber eine Kritik an einem Fanzine wohl nur bedingt gründen. Aber es ist zu hoffen, dass sich auch in dieser Hinsicht noch etwas tun wird. Noch erscheint mir das Sammelsurium keinen dauerhaften Platz unter den Midgardpublikationen sicher zu haben. Dafür sind die Artikel einfach zu oberflächlich und zu kurz. Zwar macht die zweite Ausgabe einen deutlich besseren Eindruck als die erste Ausgabe, aber wirklich überzeugend ist sie noch nicht. Die Qualität der Artikel ist noch nicht hoch genug, als das es sich lohnen würde, alle von ihnen zu lesen. Viele Artikel, wie etwa die über die Tiere, sind aus meiner Sicht in einer solchen Länge, wie sie in dem Heft vorliegt, vollkommen unnötig. Wozu vier Seiten über Füchse schreiben, wenn man als das, was man da lesen kann, sowohl im Internet, als auch in jedem zweiten Biobuch nachschlagen kann? Gerade weil es nicht spezifisch auf Midgard abgestimmt wurde, erscheint es mir unnötig, solche Artikel in das Heft aufzunehmen, immerhin belegt der Artikel vier von 24 Seiten. Schöner wäre es gewesen, wenn dafür andere Artikel länger ausgefallen wären. Mal abwarten wie sich dieses kleine Magazin weiter entwickeln wird, aus meiner Sicht lässt sich noch einiges verändern und vor allem verbessern.
Eure Meinung:
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Mittwoch, 12. Juli 2006 09:58 Uhr
Auch zu dieser Rezi möchte ich etwas erklären:
Das die Artikel stilistisch eher einfach gehalten sind, liegt in der Natur der Sache. Die Artikel werden von normalen Fans für Fans geschrieben und nicht jeder ist ein talentierter Hobby-Autor. Sinn des Sammelsuriums ist es, die eigenen Ausarbeitungen auch anderen Spielgruppen zugänglich zu machen, damit sich der Nutzen der Mühe erhöht. Die Idee oder Fleiß ist da wichtiger als die Sprache. Einfache Hausmannskost für die Spielrunden.
Ich finde nicht, das die Artikel oberflächlich sind. Kurz trifft es besser, denn das ist auch gewollt. Durch die Kürze soll ein kurzweiliges Lesen gewährleistet werden. Außerdem sollen so Spielrunden ermutigt werden, ihre eigenen kurzen Ausarbeitungen einzusenden. Meiner Erfahrung nach schreckt es viele potenzielle Autoren ab, seitenlange Abhandlungen auszuformulieren. Aber selbst kurze Beiträge zu ergattern ist nicht leicht und artet immer in einer aktive Suche von mir aus. Dabei muß sich doch jeder SL für seine Runde ständig etwas ausdenken. Aber viele scheuen anscheinend die "öffentliche Kritik".
Mal sehen wie es weiter läuft, so schnell gebe ich da nicht auf...
Gruß
Daimonion
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Daimonion's Sammelsurium Nr.2 (Alba)
Hrsg: Gunnar Oldenburg
Format: DIN A5
Seiten: 24
Auflage: 200
Erhältlich bei: Daimonion's Sammelsurium
weitere Infos:
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