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Die Gänse des Kapitols von Frank W. Haubold

Reihe: Götterdämmerung, Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Mit „Die Gänse des Kapitols“ beginnt der 1955 in Frankenberg geborene Frank Haubold eine neue Science Fiction-Trilogie, die vordergründig vielleicht der Military-SF zuzuordnen ist, in der es sich aber um noch viel mehr als den Krieg dreht.

 

Vor fünfundzwanzig Jahren beendete die Schlacht vor Joyous Gard den langen und verlustreichen Krieg gegen die geheimnisvollen Burgons, die zuvor immer wieder in den Raum der Menschen eindrangen und Kolonien angriffen und vernichteten. Ein junger Pilot führte damals mit seinem Opfermut die Entscheidung und den Sieg herbei. Er zeigte, wie man die organischen, offensichtlich gezüchteten Raumschiffe besiegen kann.

Auch Raymond Farr hat als junger Offizier an der Entscheidungsschlacht teilgenommen. Wie viele andere mag er dem Frieden und der Ruhe nicht trauen, was ihn zu einem sehr misstrauischen und vorsichtigen Kommandanten der Pendragon Base macht. Er nimmt die Verantwortung für seine Leute sehr ernst und hat nie aufgehört, Informationen über die Burgons und ihre möglichen Hintermänner zu sammeln.

Vertrauen fasst er mit der Zeit nur zu der Wissenschaftlichen Leiterin der Basis. Miriam Katana ist eine ebenso kluge wie schöne Frau, die ihm den Kopf verdreht und so nach und nach mehr von seinem Wissen über die Burgons teilt.

Das ist vielleicht ein fataler Fehler, denn als sie mit einem Forschungsschiff zu einer Mission aufbricht verschwindet sie spurlos.

 

Das Szenario ist klassisch. Während die meisten Menschen glaube, dass die Gefahr immer noch gebannt sei, gibt es einige, die nicht loslassen können und wollen, egal in welcher Hinsicht. Frank Haubold nutzt die Ereignisse und den Hintergrund, um seine Figuren lebendiger zu gestalten. Nicht nur sein Held, Raymond Farr zeigt viele Facetten seines Wesens, auch seine große Liebe Miriam Katana ist nicht ganz ohne.

Beide hüten Geheimnisse, die eine mehr als der andere, die im Verlauf des Buches ans Licht kommen und nach und nach enthüllen, dass der Frieden ein trügerischer ist.

Als sich der Kommandant der Pendragon Base auf die Suche nach seiner Geliebten macht, entdeckt er viele Hinweise und Spuren, die beweisen, dass die Burgons jederzeit wiederkommen könnten, vielleicht sogar mächtiger als je zuvor.

Und auch die Frau seines Herzens hat ihm Dinge verborgen, die für die kommende Zeit dramatische Auswirkungen haben könnten. Das macht den Roman spannend, auch wenn die Action eher zurückhaltend und nur dann und wann zur Auflockerung eingesetzt wird.

Letztendlich geht es um die Menschen und wie sie mit dem Wissen umgehen, das ihnen in die Hände gefallen ist. Kann dabei auch eine Liebe Bestand haben, bei der nicht ganz mit offenen Karten gespielt wurde? Und steht die bekannte Galaxis jetzt vielleicht vor einem noch größeren Abgrund als vor fünfundzwanzig Jahren? Mit diesen Fragen entlässt der Autor den Leser und macht neugierig auf die Fortsetzung.

 

Insgesamt ist „Götterdämmerung: Die Gänse des Kapitols“ eine Science Fiction – Saga die ihrem Titel gerecht wird und neben dem reinen Abenteuer oder einfacher Action noch sehr viel mehr bietet, nämlich lebendige Menschen, die immer für eine Überraschung gut sind.

 

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Buch:

Die Gänse des Kapitols

Reihe: Götterdämmerung 1

Autor: Frank W. Haubold

Titelbild: Timo Kümmel

Taschenbuch, 242 Seiten

Atlantis Verlag, April 2012

 

ISBN-10: 3864020301

ISBN-13: 978-3864020308

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B007XZJ7WW

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

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Erstellt: 21.10.2012, zuletzt aktualisiert: 30.01.2017 19:14